Besichtigung Majdaneks

Es war eine völlig neue Erfahrung, eine Gedenkstätte zu besichtigen, als nur über sie zu lesen oder zu hören.

Die Gefühle waren viel bedrückender und bewegender, als wir es erwartet hatten.

Nach Beendigung des Rundgangs wurden wir in Gruppen eingeteilt, in denen wir dann verschiedene Themen, wie zum Beispiel: "Frauen und Kinder im Konzentrationslager“, "Widerstand im Lager“ und "Täterinnen in Majdanek“.

Die Mitarbeiterinnen der Bildungsabteilung stellten jeder Gruppe eine Mappe mit Quellen zur Verfügung.

Wir haben uns sorgfältig mit den Themen auseinandergesetzt und diskutierten darüber.

Am Ende des Projektes präsentierte jede Gruppe eine kurze Zusammenfassung mit interessanten Informationen zu ihrem Themengebiete der Klasse.

Jede Thematik war für alle sehr mitnehmend und letzten Endes wurde uns bewusst, wie schrecklich die Haft in Majdanek früher war.

Außerdem wurde uns bewusst, wie gut es uns eigentlich in der heutigen Zeit geht.

 

Zeitzeugengespräch

Das Zeitzeugengespräch mit Zdzislaw Badio, welches wir in einem Konferenzsaal der Gedenkstätte führten, war für uns ein ganz besonderes und beeindruckendes Erlebnis. Bereits einen Tag zuvor sammelten wir gemeinsam Fragen, die an Herrn Badio gerichtet werden sollten. Bei der Vorbereitung und Durchführung standen uns die Mitarbeiterinnen der Bildungsabteilung zur Seite und übernahmen beispielsweise die Übersetzung. 

Die Berichte des Zeitzeugen, der bereits über 90 Jahre alt war, führte uns die damalige Situation der Häftlinge noch deutlicher vor Augen. Bewegende Erzählungen, unfassbare Geschichten über das Lagerpersonal und dennoch eine mittlerweile zumindest uns gegenüber sehr reflektierte Sichtweise auf die historischen Ereignisse. Am Ende des Gesprächs teilte Herr Badio uns seine Freude darüber mit, dass wir den weiten Weg auf uns genommen haben um uns intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen und wünschte uns, so etwas nie erleben zu müssen. 

Dies machte uns auch unsere politische Verantwortung für die Zukunft bewusst.

 

 

Besichtigung der Gedenkstätte

Arbeit mit Quellen und Sekundärliteratur

Präsentation der Arbeitsergebnisse


 

Wir wussten schon vorher,  dass ein Besuch in einem ehemaligen Konzentrationslager bedrückend ist, aber erst wenn man es  mit eigenen Augen sieht, kann man begreifen wie die Menschen dort leiden mussten. Für viele von uns war das der erste Besuch in einem KZ.

 

 

Obwohl man dieses Thema in der Schule schon oft behandelt hat, war es für viele unrealistisch das dort Insassen leben mussten. Da wir im Winter das KZ besucht haben, war es dementsprechend kalt und es wirkte trostlos, dazu kommt auch das wir dort fast die einzigen Besucher waren. Wir konnten es uns auch nicht vorstellen das Menschen stundenlang bei der Selektion in der eisigen Kälte ohne richtige Kleidung und Schuhwerk standen. Außerdem war es grausam zu hören, dass die SS-Leute wahllos auf Häftlinge geschossen haben, ohne einem gerechtfertigten Grund. Wir haben auch erfahren,dass die Strafen meist willkürlich erteilt wurden. Auch die Geschichten, die uns die Mitarbeiterinnen erzählt haben über die grausamen Vorfälle haben uns schwer getroffen. Man merkte auch, dass die Stimmung nach und nach bedrückender wurde, spätestens als wir einen Einblick in die Gaskammer warfen. Zudem waren wir fassungslos, als wir das Krematorium mit den noch erhaltenen Verbrennungsöfen sahen. Als wir dann zu den  Erschießungsgräben gegangen sind, haben wir regelrecht Ekel empfunden, bei der Vorstellung, dass auf diesem Boden tausende von Leichen lagen.